WIR FEIERN MIT MUSIK am 10. Juli 2024! – Micaela Berger von der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) und selbst Musikerin kommt mit einer Bläsergruppe, bestehend aus Mitarbeitern der dortigen landesweiten Posaunenchorarbeit zu Besuch nach GroĂhabersdorf. Das Veranstaltungsmotto “teaching preaching” ermĂśglicht Einblicke in die Arbeit vor Ort und feiert auch 200 Jahre Lutherische Präsenz in Brasilien. Micaela stellt dabei auch das neu entstandene Posaunenchoralbuch der IECLB vor. Aus bayrischer Sicht ist es vor allem Hans KnĂśllinger, in seiner Zeit als Landesposaunenwart der ev. PosaunenchĂśre in Bayern zu verdanken, dass zunächst der Samen fĂźr die fruchtbare musikalische Arbeit gelegt wurde und daraus dann eine starke Partnerschaft und ein bis heute stattfindender reger Austausch mit unseren Brasilianischen Freunden Bestand hat. Wir freuen uns auf diese Zusammenkunft sehr und gestalten einen fĂźr die Gemeinde und alle Freunde der Posaunenchormusik offenen, ungezwungen und informativen Abend mit unserer Brasilianischen Schwesterkirche.
Bei schĂśnem Wetter findet unsere Veranstaltung unter Leitung von Hans KnĂśllinger, LPW i. R. zusammen mit den PosaunenchĂśren aus GroĂhabersdorf und Ammerndorf auf dem Firmengelände der KĂźhhorn GmbH am Galgenbuck in GHD statt. Beginn um 19:00 Uhr.
Zusammen mit unserem benachbarten Posaunenchor aus Ammerndorf gestalteten wir wieder musikalisch den fĂźr die Kirchengemeinden Ammerndorf und Vincenzenbronn gedachten Himmelfahrtsgottesdienst im GrĂźnen. Dieser im jährlichen Wechsel stattfindende Freiluftgottesdienst fand bei herrlichem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel statt. SchĂśn unter bereits voll im grĂźnen Blattkleid stehenden Bäumen am Sportheim, erĂśffneten die beiden PosaunenchĂśre unter der Leitung von Stephan Simon den Gottesdienst, mit dem Titel âUkuthulaâ aus dem Gloria Bläserheft 2024 zum Deutschen Posaunentag in Hamburg. Frisch an schĂśnen Erinnerungen daran, wurde die Gemeinde mit eingebunden und eingeladen, die Stellen Ukuthula (afrik. fĂźr Frieden) mitzusingen.
Ein mit sprachlos machenden EindrĂźcken belegtes, emotionales und sehr begeisterndes Erlebnis der besonderen Art war es fĂźr uns, am 3. Deutschen Posaunentag in Hamburg teilzunehmen.
In kleinen Gruppen, Zweierteams und als Einzelreisende machten wir uns mit Auto, Wohnmobil oder per Zug auf den Weg, um Hamburg termingerecht oder auch schon ein paar Tage vorher zu erreichen. Frei nach den persĂśnlichen Vorlieben fanden wir so in unterschiedlichen Wohnkategorien in ganz Hamburg unsere UnterkĂźnfte. Unsere Erlebnisse schmälerte das in keinster Weise und wir konnten zusammen mit vielen anderen Bläsern und auch in unserer mittelfränkischen Gruppe einen musikalischen Meilenstein feiern. Mit mehr als 15.000 Bläserinnen und Bläsern aus den PosaunenchĂśren Deutschlands und sogar Vertretern aus der ganzen Welt – wir selbst lernten einige aus SĂźdafrika in der Hochbahn kennen – starteten wir am Freitag an der Moorweide mit der ErĂśffnungsveranstaltung. Ein unbeschreibliches GefĂźhl zusammen mit mehreren Tausend PosaunenchĂśrlern gleichzeitig zu musizieren.
SAT1-Regional berichtet Ăźber die Auftaktveranstaltung auf der Moorweide:
Wer bei einem solchen Anblick dachte, dass es dabei nur laut zuginge, der täuschte sich gewaltig. Es war sehr beeindruckend und natßrlich gab es ein gigantisches Soundereignis, welches uns gleich an Ort und Stelle abholte und in die kommenden Tage transportierte.
Foto: Karlheinz Behrends
Nachdem wir mit unseren Quartieren komplett in der Stadt verteilt untergebracht waren, konnten wir unsere Morgenmusiken, zu welchen wir vom DEPT-Team aufgerufen waren, nur in Kleinbesetzungen durchfĂźhren. Eine unserer blasfähigen Gruppierungen spielte an der Hoch-/U-Bahnstation Dehnhaide. Dort konnten wir mit unserem Morgenständchen am Samstag ausnahmslos sehr gute, dankbare und lustige Erfahrungen machen. Darunter ein spontaner Wunsch eines ZuhĂśrers nach einem Geburtstagslied fĂźr eine Mitarbeiterin des benachbarten Penny-Marktes, welchen wir natĂźrlich erfĂźllen konnten. DarĂźber hinaus elektrisierten wir Werner, einen Posaunenchorbläser aus diesem Hamburger Wohnviertel, und sprengten ihn vom FrĂźhstĂźckstisch mit den Worten “das hätte ich hier nicht erwartet”. Ăbrigens haben wir Werner unter den 17.591 (!) teilnehmenden Bläsern am Sonntags-Abschlussgottesdienst tatsächlich noch einmal getroffen. Das kĂśnnen keine Zufälle sein – sondern Gottes guter Weg.
Foto: Andrea Weber (mit Werner)
Das Morgenständchen am Samstag mit ermunternden Kommentaren der spontanen ZuhÜrern animierte uns dazu, als Dreingabe gleich noch am Samstagabend eine Abendmusik mit dran zu hängen. Auch hier haben wir wieder von den Balkonen wertschätzende Reaktionen erhalten, was uns sehr freute.
Unser Auftrittsort fßr das Ständchen am Samstagnachmittag auf Finkenwerder war interessanterweise nur mit dem Schiff erreichbar. Wir mussten zwei vollbesetzte Fähren abwarten, um mit dem nächsten Schiff noch pßnktlich am Spielort einzutreffen:
Zusammen mit den mitgereisten PosaunenchĂśren aus Ammerndorf, GroĂhabersdorf, Zirndorf, Cadolzburg, Unterfarrnbach und NĂźrnberg-Eibach hat unsere fränkische Bläsergruppe zusätzlich Verstärkung von 4 Thomasbläsern aus Hamburg erhalten. Organisiert und geplant hatte unseren Auftritt Manfred Keitel vom Eibacher Posaunenchor. So posaunten und trompeteten wir frĂśhlich an der und Ăźber die Elbe und fĂźllten unseren Nachmittagsansatz mit viel Engagement in die Instrumente.
Foto: oben Anja MĂźller, unten Andrea Weber
Abends an der Jan-Fedder-Promenade direkt am Wasser musizierten dann wieder alle Teilnehmer bei romantischem Sonnenuntergang und zur Blauen Stunde und beschallten den Hafen und die Elb-Philharmonie mit bewegender Musik. Sehr beeindruckend und ein gelungener Tagesabschluss.
Trotz eher durchwachsener Vorhersage hat das Wetter mitgespielt und es am Sonntag nicht regnen lassen. Wenn man diese groĂe Anzahl von Musizierenden sieht, war man doch Ăźberrascht, wie harmonisch und gut die Veranstaltung geklungen hat. Der weiträumige Stadtpark hat fĂźr die Abschlussveranstaltung den gelungenen und wĂźrdigen Rahmen geboten.
Wer beim nächsten Musikspektakel in solch einem Rahmen dabei sein mĂśchte, muss allerdings 8 Jahre bis 2032 warten. – Wir speichern unsere Erlebnisse in unseren Herzen und freuen uns, dass wir 2024 dabei sein konnten.
Wer mehr Ăźber PosaunenchĂśre wissen will, der klicke hier beim NDR-Beitrag:
Bei schĂśnstem Sonnenschein und schon vorsommerlichen Temperaturen fand dieses Jahr das Dillenbergfest in Oberreichenbach bereits am 1. Mai statt. Mit einer stattlichen Gottesdienstgemeinde und unseren Pfarrern Dr. Martin Schott, Pfarrer i. R. Otto Schrepfer und Dekanin Almut Held mussten wir Pfarrer Berthold Kreile aus dem Dienst in unserer Kirchengemeinde verabschieden. Leider fällt die von ihm besetzte halbe Pfarrstelle dem Stellenplan der Landeskirche zum Opfer und ist somit den Auswirkungen der sinkenden Mitgliederzahlen geschuldet. Trotzdem der geistliche Auftrag von Pfarrer Kreile eher auf die Orte Unterschlauersbach, Oberreichenbach und GroĂhabersdorf fokussiert war, kamen auch wir Vincenzenbronner Ăśfter in den Genuss der Zusammenarbeit. So waren neben gemeinsamen Gottesdiensten in der gesamten Gemeinde, auch einige unserer musikalischen Beiträge und Konzerte in Vincenzenbronn mit ihm gemeinsam eine tolle Erfahrung. Wir denken gerne an die gemeinsamen Veranstaltungen zurĂźck und bewahren sie in unseren Herzen.
So war auch unser musikalischer Beitrag nach der offiziellen Entpflichtung von Pfarrer Kreile, aus dem Bläserheft 2022, das âBleib beschĂźtztâ gleichzeitig unser aufrichtiger Wunsch an seine dienstliche und private Zukunft. Vergelts Gott.