Im Dezember hatten wir erwartungsgemäß viele Einsätze zu bewältigen. Den Vincenzenbronner Adventsauftakt vor dem Blauen Haus, ein Doppel-Geburtstagsständchen von zwei Bläserinnen aus der zweiten Stimme, Einsatz beim Weihnachtsmarkt der Dillenbergschule in Cadolzburg, Ständchen mit Weihnachtsliedern bei den Patienten der Fachklinik Weihersmühle, Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Wendsdorf, Christbaumsingen in der Alten Schmiede Fernabrünst mit dem Gesangverein Fernabrünst, Heiligabend mit Krippenspiel in Vincenzenbronn, anschließend Gottesdienst in Fernabrünst, Gottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag in Vincenzenbronn, Gottesdienst zum Altjahresabend und natürlich am 31.12. zum Jahreswechsel unser Bläsergruß für das neue Jahr.
Unser Bild beim Einspielen vor dem Konzert eröffnet dieses Jahr die Advents- und Weihnachtszeit.
Unsere musikalische Andacht zum Advent, am Samstag vor dem 1. Advent, stand dieses Jahr unter der musikalischen Botschaft die bevorstehende Zeit mit ungewöhnlichen Musikarrangements und unter einem besonderen Zuhörerblickwinkel zu betrachten. Zum einen durch unerwartete und interessante Kompositionen, Passagen oder ganzen Sätzen, die selten gespielt werden und daher eher unbekannt sind. Zum anderen auch Musik aus dem Ausland, wie das aus Rußland stammende und sehr beeindruckende “Schlaf, mein Kindlein” im German Brass-Arrangement von Enrique Crespo. Es gab natürlich auch Weihnachtsklassiker, wie Händels “Denn es ist uns ein Kind geboren” und J. S. Bachs “Jauchzet, Frohlocket” im Dieter Falk-Arrangement und der Bearbeitung von Heiko Kremers.
Mit dem Besuch – trotz der großen Straßenbaustellensperrung in Vincenzenbronn – waren wir sehr zufrieden und die Zuhörer nach dem Applaus und den Kommentaren zu urteilen mit unserem Programm als Zurüstzeug für die Vorweihnachtszeit ebenso.
Wo sind die Menschen, die aktuell für Frieden plädieren und gegen Kriege, z. B. in der Ukraine, im Gaza-Streifen oder anderen Gemetzeln, stets medienwirksam mahnend die Finger heben? Sie machen sich scheinbar nicht die Mühe, das im offiziellen Umfeld ebenfalls einzubringen. Wo sind die politischen Vertreter der Parteien, die vordergründig und lautstark gegen Kriege sind? Sie sind nicht da. Vielleicht weil es zu wenig Publicity hat oder machen lieber kurz vor dem Mittagessen dazu noch schnell einen Insta- oder TikTok-Post? Geht mit weniger Aufwand und bringt mehr “Follower”-Reichweite.
Wenn 2025 und damit 80 Jahre nach Kriegsende 1945 – dem schlimmsten Weltkrieg, den die Geschichte bisher erlebt hatte – nahezu niemand mehr den eigenen und fremden Gefallenen und Verstorbenen an den offiziellen Mahnmalen der Gemeinden, zu den festgelegten Terminen gedenkt, wie weit ist es dann mit unserer Gesellschaft gekommen?
Zusammen mit Bürgermeister Thomas Zehmeister, dem evang. Pfarrer Dr. Martin Schott, dem Gesangverein Fernabrünst und den Freiwilligen Feuerwehren Vincenzenbronn und Fernabrünst gedachten darüber hinaus vor Ort leider nur sehr wenige Bürger der Gräueltaten beider Weltkriege. – Somit macht nicht nur der Gedenktag an sich nachdenklich, sondern auch das leider nicht mehr vorhandene öffentliche Interesse der Bevölkerung – ein wahrlich trauriger Tag.
v. l. n. r.: stellv. Vorsitzende des Landesposaunenrates in Bayern, Marlene Bissinger, Hans Knöllinger, Präsident des EPiD Pfarrer Frank Möwes.
Unserem Chormitglied und Landesposaunenwart i. R. Hans Knöllinger, der über 50 Jahre unseren Posaunenchor geleitet hat, wurde am 25.10.25 die größte Ehre des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland (EPiD) zuteil. Im Rahmen eines Konzertes in der katholischen Kirche in Veitsbronn, mit der ihm selbst ins Leben gerufenen Vormittagsbläsergruppe des Verbandes evang. Posaunenchöre in Bayern, wurde ihm vom Präsidenten des EPiD, Pfarrer Frank Möwes, die Ehrenmedaille des EPiD verliehen. Frank Möwes selbst, blickte in seiner Laudatio auf den Beginn seines eigenen, mittlerweile jahrzehntelangen Dienstes für die Posaunenchormusik zurück und führte dabei quasi als Initialzündung, seinen für ihn prägenden und ersten Verbandslehrgang in Neuendettelsau an, wo ihn Hans Knöllinger mit der Begeisterung für diese Arbeit anstecken konnte.
Auch wir vom Posaunenchor Vincenzenbronn verdanken Hans durch dessen jahrzehntelangen, intensiven persönlichen Einsatz unsere breite musikalische Basis, auf der wir unseren Auftrag “zum Lobe Gottes und den Menschen zur Freude” weiterführen können.
Wir freuen uns außerordentlich für “unseren” Hans über diese große Wertschätzung und den gelungenen musikalisch-konzertanten Rahmen und gratulieren dazu herzlich. Für sein Lebensengagement – die Posaunenchormusik – wurde Hans bereits von der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet und ihm dafür 2018 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Susanne Simon, Ammerndorf
Das Wochenende um den Tag der Deutschen Einheit nutzte unsere Gemeinde, um mit unseren Partnergemeinden aus Frankreich, Polen und Kroatien ein buntes Jubiläumsfest zu feiern. Aus jeder Partnergemeinde kamen die Gäste und brachten eindrückliche Musik und Tanz mit. Verschiedenste Gruppierungen traten am Sonntag beim Europäischen Markt im Festzelt auf der Kuhrswiese auf. Wir waren ebenso mit eingeladen und steuerten Musik aus unserem aktuellen Programm bei.
Nachdem in unserer Pfarrei viele Erntedank-Gottesdienste anstehen, fällt der diesjährige Gottesdienst für die Vincenzenbronner Gemeinde bereits auf den 28.09.2025. Bei dieser Gelegenheit danken wir auch unseren langjährigen Bläserinnen und Bläsern, die eine jubiläumswürdige Anzahl an Bläserjahren im Posaunenchor geleistet haben. In diesem Jahr sind es für 10 Jahre treuen Bläserdienst Patrick Herr, der auch gleichzeitig unser Schriftführer ist, Andrea Weber unsere stellvertretende Obfrau für 40 Bläserjahre und für sensationelle 65 Bläserjahre im äußerst aktiven Dienst, für unser erst kürzlich 85 Jahre alt gewordenes und damit ältestes Mitglied Erwin Müller und unseren langjährigen Chorleiter, Landesposaunenwart i. R. und Träger des Verdienstkreuzes am Bande, Hans Knöllinger. Die Ehrungen führten unser Bezirksobmann Hermann Zempel, Bezirkschorleiterkollege Stephan Simon und unser Chorobmann Andreas Kühhorn im Gottesdienst von Pfarrerin Fr. Friedrich durch.
Wir freuen uns gemeinsam mit den Jubilaren, auf viele weitere Jahre gemeinsamen Musizierens und Spielen für Gottes frohe Botschaft.
Direkt im Anschluss an den Gottesdienst brechen wir auf zu unserem Herbsteinsatz im Krankenhaus Fürth, wo wir bei herrlichem Sonnenschein unser zweites Ständchen in diesem Jahr für die Genesenden und Kranken bringen.
Auch in 2025 spielen und proben wir ohne Unterbrechung in unserem wöchentlichen Rhythmus. Dabei funktionieren wir auch mal unseren Freitagstermin in ein Ständchen vor den umliegenden Gasthäusern um. Diesmal war es der Klosterbiergarten in Münchzell, genannt „die Kappl“, dem unter der Leitung von Norbert ein Besuch abgestattet wurde.
Alles Beste zum Feste – wir feierten heute die Weihe unserer Kirche in Vincenzenbronn mit einem Gottesdienst und bei herrlichstem Wetter. Unter den drei Lindenbäumen hinter der Kirche gaben wir eine Standmusik und die Gottesdienstbesucher konnten bei leckeren Bratwurstsemmeln und Getränken auch bei schattigen Plätzchen verweilen.
Das hat uns sehr gut gefallen und gleich dazu animiert, anstatt unserer Posaunenchorprobe am nächsten Freitag um 19:00 Uhr, lieber in der “Kappl” eine kleine Biergarten-Standmusik anzuschließen. Die Wirtsfamilie Horneber freut sich schon sehr darauf – und wir auch!
In 2025 packen wir es an: gemeinsam mit unserem Nachbar-Posaunenchor aus Großhabersdorf setzen wir auf Nachwuchsbläser! Ob groß oder klein, mit und ohne Notenkenntnisse, wenn du Dir vorstellen kannst am Selber-Musik-Machen in einer Gruppe Freude zu haben, dann bist du bei uns RICHTIG!