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Erntedank – und DANKE-Gottesdienst

Am Erntedank-Fest sagen wir neben dem Dank für die jährliche Ernte auch traditionell unseren langjährigen Bläserinnen und Bläsern herzlich DANKE für ihren Dienst. Mitbläserinnen und Mitbläsern danken wir in Form von Ehrungen für ihre langjährige musikalische Mitwirkung. Andrea Weber, als zweiter Vorstand formulierte es unter anderem so, dass die Zeiten sich stetig verändern, Kanzler und Präsidenten kommen und gehen, Auto- und Motorradmodelle wechseln. In dieser von Veränderung geprägten Zeit, hat Beständigkeit einen sehr großen und zu achtenden Stellenwert. Besonders unter einem ehrenamtlichen Aspekt, wie dem unsrigen, welcher dazu noch engagiert ausgeführt wird, verdient eine so dauerhafte und beständige Beteiligung besonders hervorgehoben zu werden.

Ein ganz phantastischer Moment für unseren Posaunenchor ist es dabei, auf langjährige “Schaffenszeiten” von Bläserinnen und Bläsern dankbar zurückblicken zu dürfen. Wie es Stephan Simon, heute nicht als Chorleiter des benachbarten Ammerndorfer Posaunenchores, sondern in der Funktion des offiziellen Vertreters und Bezirkschorleiters des Verbandes ev. Posaunenchöre in Bayern e. V. für den Bezirk Fürth in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte, sind viele unserer ambitionierten musikalischen Musiker/-innen auf das hohe Engagement unseres langjährigen Chorleiters Hans Knöllinger zurückzuführen, welchen wir dafür schon im Mai letzten Jahres für 50 Jahre Chorleitung danken durften.

In diesem Jahr konnten wir insgesamt sechs Posaunenchorbläserinnen und Bläser ehren. Drei Jubilare für sagenhafte 50 Jahre langjährige Mitarbeit, und jeweils einen Jubilar für 40 Jahre, 25 Jahre und 10 Jahre:

  • Norbert Weber, Jutta Weber und Petra Nitschky für jeweils 50 Jahre,
  • Andreas Kühhorn für 40 Jahre,
  • Christina Knöllinger-Herr für 25 Jahre und
  • Jeremias Kühhorn für 10 Jahre.

Wir freuen uns über “Nachwuchs”!

In unserer jährlichen Jahresversammlung am 21.01.2023 konnten wir zwei Jungbläser in unseren Chor aufnehmen und bekamen Verstärkung durch zwei langjährige Bläser, die nun mit uns musizieren!

Ganz herzlich begrüßen dürfen wir:

  • Behrends Lukas, Trompete – 1. Stimme/Sopran
  • Besendörfer Salome, Trompete – 2. Stimme/Alt
  • Lehnert Helmut, Trompete – 2. Stimme/Alt
  • Kühhorn Anita, Posaune – 3. Stimme/Tenor

Wir freuen uns sehr über diese Verstärkung unserer höheren und tieferen Register.

… und wünschen den neuen Chormitgliedern viel Freude an der Musik! Neben dem gemeinsamen Musizieren, gilt unser Bestreben der Weitergabe unseres musikalischen und geistlichen Auftrags. Hierzu ist jede/r Bläser/in und/oder Interessierte herzlich willkommen!

Gewinner der Weihnachtsliedaktion – “Freude für alle”

Mit einem richtigen Kracher das Jahr beenden, dass wäre es gewesen! Doch leider kommt es oft anders als man denkt. Die Einladung von dem bekannten Fürther Jazz-Musiker und Komponisten Thilo Wolf und seinem Jugendfreund, dem Chefpublizisten der “Nürnberger Nachrichten”, Alexander Jungkunz ins Fürther Stadtheater steht für den 29.12.22.

Proben um 17:00 Uhr und mit allen 5 Gewinnern des Wettbewerbs dann gemeinsam um 20:40 Uhr im Rahmen der Konzertreihe mit der Thilo Wolf-Big Band vor vollem Haus spielen. Doch leider waren einige unserer Bläserinnen und Bläser erkrankt, mussten zwischen den Feiertagen arbeiten, konnten beruflich nicht zur Probe kommen oder waren im Skiurlaub bzw. hatten schon andere private Pläne, so dass wir nicht blasfähig, geschweige denn auftrittsfähig waren.

Dennoch war es ein großer Erfolg und unser Beitrag vom Weihnachtsmarkt in Großhabersdorf wurde mit großem Respekt und Anerkennung für die gelungene Live-Aufführung explizit während des Konzertes erwähnt. Ebenso, dass wir die ersten waren, die überhaupt einen Videobeitrag eingereicht hatten und “Freude für alle” beim Auftritt gleich am Tag nach der Veröffentlichung vom Blatt gespielt hatten. – Somit war es doch eine gelungene und tolle Werbung für die Arbeit der Posaunenchöre und wir lassen die Korken knallen!

2020 – Corona-Zeit

Auch in Zeiten, in denen wir nicht mehr gemeinsam proben konnten, ließen wir unsere Instrumente nicht in der Ecke stehen, sondern setzten sie zum Lobe Gottes und zur Freude unserer Mitmenschen ein. Dem Aufruf der Kirchen und auch unserem Verband ev. Posaunenchöre in Bayern folgend, haben wir uns mit vielen Posaunenchorbläserinnen und Bläsern aufgemacht, unsere Instrumente zur Freude und Erbauung unserer Dorfgemeinschaften erklingen zu lassen. Viele Ehepaare, Familien und auch einzelne Bläser betätigten sich kräftig und ausdauernd an diesem quasi Gesamtkunstwerk. Jeden Abend um 19:00 Uhr sollte zumindest “Der Mond ist aufgegangen” erklingen. Viele der Bläser in nah und fern schlossen noch einige Lieder zu einem kleinen Open-Air-Konzert an.
Reichlich Applaus und Dankesrufe von Nachbarfenstern, Balkonen oder den Zuhörern auf der Straße machten deutlich, dass dies als ein mental wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft gewertet werden kann und wir unseren Dienst nicht vergeblich verrichteten. So konnten diese Einsätze mitunter Trost und Zuversicht den Nachbarn und Zuhörern spenden und wir viel Wertschätzung zurückbekommen.

Evangelisches Sonntagsblatt – 50 Jahre Chorleiter Hans Knöllinger

Hans Knöllinger: Leiter des Posaunenchors seit einem halben Jahrhundert | Sonntagsblatt – 360 Grad evangelisch

Es ist heiß an diesem Probentag: Die Fenster des Saals im ersten Stock des CVJM-Haus sind weit geöffnet. “My Bonnie is over the ocean” – Die Klänge aus zwanzig Blasinstrumenten schwingen über die Häuser von Vincenzenbronn im Landkreis Fürth. Vor dem Halbrund der Männer und Frauen des Posaunenchors sitzt auf zwei übereinander gestapelten Stühlen, die Beine baumelnd Hans Knöllinger, ihr Chorleiter. “Wir machen jetzt Takt neun einmal ohne die Melodiestimme”, erklärt der 72-Jährige.

Die Bläser haben inzwischen die Noten des Chorals “Dir gehört mein Leben” aufgeschlagen. Knöllinger zählt eins, zwei, drei, vier. “Das klingt nicht gut, ihr seid weit auseinander”, stellt er nach ein paar Takten fest. Neuer Einsatz. Posaunenchöre wie dieser sind Herzstücke der evangelischen Gemeinden in Bayern.

Geschätzt 18.000 Bläser gibt es in etwa 900 Chören, die alle einen Dirigenten brauchen.

Seit fast 50 Jahren leitet Hans Knöllinger seinen Chor. 27 Jahre lang fungierte er bis 2007 als hauptamtlicher Landesposaunenwart. Immer noch gibt er Fortbildungen und Einzelunterricht. Im Jahr 2018 hat Knöllinger den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Hans Knöllinger selbst hat mit 13 Jahren begonnen, die Trompete zu blasen. Der im Krieg gefallene Onkel war im Posaunenchor, die Oma “hat Druck gemacht”, der Vater wollte, dass er spielt – “also musste man, so war das damals”. Zunächst kam jeden Sonntagnachmittag der Posaunenchorleiter “und hat mir die Töne abgerungen”. Der junge Hans hat Talent, er bringt es bis zur Konzertreife auf dem Instrument, hat Unterricht am Konservatorium für Musik in Nürnberg.

“Ich habe immer schon gerne eingezählt”, erzählt Knöllinger wie seine Chorleiter-Karriere begann. Als der Posten in Vincenzenbronn frei wurde, hieß es einfach “jetzt machst du das”.

Beim Posaunenchorverband absolvierte er Fortbildungen, pädagogische Ahnung hatte er schon als Jugendgruppenleiter im CVJM gewonnen. Ein guter Posaunenchorleiter darf Knöllingers Ansicht nach seine Musiker nicht unter- und nicht überschätzen. Er soll musikalisches Hintergrundwissen haben und wissen “wie die Choräle klingen müssen, damit die Gemeinde mitsingen kann”.

Mit den Amateur-Bläsern, die oft einen schweren Arbeitstag haben, bevor sie in die Probe kommen, will er nicht zu hart sein, aber “wenn ein Stück nicht reingeht, von dem ich meine, das müsste klappen, bin ich schon mal streng”. Allerdings weiß Hans Knöllinger auch, dass es heute nicht mehr einfach ist, Nachwuchs für die Posaunenchöre zu gewinnen.

Das Musizieren in der Kirche ist nicht mehr selbstverständlich. Regelmäßig spielt sich mit den Jungen im Chor daher eine solche Szene ab: “Was um halb zehn soll ich am Sonntag schon da sein? Ich weiß nicht, ob ich das schaff?”. Dann sagt Knöllinger aufmunternd: “Komm, wir brauchen deine Stimme, du kannst das doch so toll”.

Die Probe ist fortgeschritten, der fränkisch zurückhaltende Chorleiter schwingt sich zu einem Lob auf: “Wenn ihr so spielt, wird`s wahrscheinlich gut”. Vielleicht so gut, wie damals beim großen Jubiläumskonzert zum 100-jährigen Bestehen des Chores vor acht Jahren. Noch heute läuft Knöllinger ein Schauer über den Rücken, wenn er an die guten Akkorde denkt, die seine Bläserinnen und Bläser im Festzelt fanden. “Erschallet ihr Lieder” mit drei Solotrompeten, Pauken und dem Chor. “Das war so schön, so etwas vergisst man nicht”.

100 Jahre Posaunenchor Vincenzenbronn (2010)

im Titelbild hintere Reihe: Andreas Kühhorn, Alfred Besendörfer, Norbert Weber, Annemarie Schmieg, Hans Ulsenheimer
zweiter von links: Hans Knöllinger (Chorleiter)
erste Reihe: Dorothee Kühhorn, Lea Theresa Weber, Janina Behringer

Landkreismagazin 8.2010

Mein Biberttal Juni 2010

Der Lokalanzeiger 23.04.2010

Mein Biberttal April 2010

Fürther Nachrichten März 2010

180 Jahre Posaunenchöre Rosenberg und Vincenzenbronn

Zum 90. Jubiläum gab es im Jahre 2000 etwas ganz Besonderes, nämlich ein Konzert mit zwei gleichaltrigen Posaunenchören. Wir feierten ein Doppeljubiläum, 90 + 90 Jahre! Mit zwei Konzerten, je eines in Vincenzenbronn und in der Oberpfalz beim CVJM-Posaunenchor Rosenberg ließen wir es klanggewaltig und rhythmisch so richtig krachen.

Im Bild von l. n. r. alle Vincenzenbronn: Fritz Kühhorn (Chorobmann), Annette Fischer, Hans Ulsenheimer, Ludwig Raab, Heike Raab, Andreas Kühhorn und Jutta Weber

80 Jahre Posaunenchor Vincenzenbronn (1990)

Mit Besuch des Posaunenchores aus Heubach/Thüringen, mit welchem wir seit 1981 und noch zu DDR-Zeiten eine Bläserfreundschaft pflegten, konnte mit uns gemeinsam feiern. Selbstverständlich waren unsere Nachbarchöre aus Großhabersdorf und Ammerndorf ebenfalls mit dabei. Geehrt wurden Friedrich Kühhorn und Hans Ulsenheimer für 40 Jahre Bläserdienst. Für 10 Jahre wurden ausgezeichnet: Gerlinde Behringer, Alfred Besendörfer, Marita Knöllinger, Frieder Kühhorn, Annemarie Schmieg, Gerhard Ulsenheimer, und Martin Weber. Und nicht zu vergessen, unser Tenorhornbläser, Georg Knöllinger, welcher zwischenzeitlich in den “Bläserruhestand” gewechselt ist, für 45-jährige Mitgliedschaft.